Der Chiemsee und seine Inseln

Der Chiemsee und seine Inseln

Der Chiemsee, auch bayerisches Meer genannt, ist mit einer Wasserfläche von 7990 Hektar der größte See Bayerns und der drittgrößte Deutschlands. Die mittlere Tiefe beträgt 25 Meter, die größte Tiefe 73 Meter. Er hat eine Uferlänge von 85 Kilometern. Hauptzufluss ist die Tiroler Ache, Abfluss die Alz.

Durch eine Ringkanalisation ist der See frei von Abwässern und verfügt daher über eine ausgezeichnete Wasserqualität. Diese wird auch durch den Umstand gewährleistet, dass Motorboote nur unter strengen Auflagen, wie zum Beispiel als Rettungsboote, erlaubt sind. Hinzu kommt der landschaftliche Reiz des Chiemsees – insbesondere durch die Nähe zu den Chiemgauer Alpen – sodass sich die Region immer mehr zum touristischen Zentrums Oberbayern entwickelt. Die Orte und Gemeinden um den See wachsen, ohne dabei die Tradition aus den Augen zu verlieren.

Die charmante Ortschaft Breitbrunn beispielsweise verfügt nicht nur über den längsten Uferbereich aller Chiemseegemeinden, sondern hier ist auch das wohl schönste Feriendomizil der Region beheimatet. Das Ferienhaus ‚Chiemsee Landhaus ist einzigartig ausgestattet und traumhaft, am Rande des Landschaftsschutzgebietes Kailbacher Bucht, gelegen. Neben dieser malerischen Bucht prägen der Schafwaschener Winkel und der Mühlner Winkel das Erscheinungsbild des Sees auf dieser Seite. Im Süden schließt sich der Inselsee an, nach Osten erstreckt sich der sogenannte Weitsee.

Ein Uferweg führt – fast immer direkt am Wasser – einmal um den See und verrät ein interessantes Detail: Es gibt so gut wie keinen Privatbesitz unmittelbar am See. Der Zugang zum Ufer ist fast überall möglich und Schutzgebiete erhalten die Natur in ihrem ursprünglichen Charakter.

Gleiches gilt für die Herreninsel mit dem von Ludwig II. erbauten Schloss Herrenchiemsee. Sie zählt ebenso zur Gemeinde Chiemsee wie die Fraueninsel und die Krautinsel. Während letztere nicht bewohnt ist und nur etwa 0,03 Quadratkilometer groß ist, bietet die Fraueninsel ca. 300 Bewohnern Platz. Unter ihnen sind Fischer und Töpfer, aber auch eine Gemeinschaft von Benediktinerinnen, die im ältesten Nonnenkloster Deutschlands leben.

Auf die bedeutendste Geschichte darf aber die Herreninsel verweisen: Genau genommen befinden sich hier nämlich zwei Schlösser, von denen nur das neuere der breiten Masse bekannt ist. Im Alten Schloss, einem ehemaligen Kloster, fanden 1948 die Vorbesprechungen für das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschlands statt. Vorher befanden sich Kloster und die gesamte Insel Jahrhunderte lang im Besitz der Kirche, ehe es Anfang des 19. Jahrhunderts im Zuge der Säkularisation aufgelöst und 1873 von Ludwig II. für 350.000 Gulden gekauft wurde. Ab 1878 begannen die Arbeiten am Neuen Schloss Herrenchiemsee. Besonders der Spiegelsaal und die Außenanlagen erinnern stark an Versailles.

Heute lohnt sich eine Besichtigung ebenso wie ein Besuch im König Ludwig Museum im rechten Schlosstrakt. Auch das Alte Schloss verrät in einem kleinen Museum viel über seine Geschichte.