Urlaub auf Kreta – Ferien auf der Insel der Götter

Urlaub auf Kreta – Ferien auf der Insel der Götter

Wer Kreta, die bekannte und mit 8.336 km² größte griechische Insel, als Ferieninsel mit blauem Meer, einsamen Stränden, tiefen Schluchten und viel Kultur entdecken möchte, muss gar nicht weit reisen. Bereits nach einer ungefähren Flugzeit von gerade 3 Stunden von Berlin, Hannover oder Hamburg ist man bereits auf der fünftgrößten Insel im Mittelmeer.

Und bereits nach der Landung auf Kreta am Flughafen von Heraklion oder Chania bietet die Weiterreise zum Urlaubsort die ersten interessanten Eindrücke der „Insel der Götter“ und schon die griechische Mythologie hat es hier „in sich“ – auf Kreta ist der Götter-Vater Zeus geboren, auf Kreta hat Zeus entschieden, eine Verbindung mit Europa, der Tochter des Agenor, einzugehen aus der Minos hervorging. Kreta ist die Heimat von Talos, hier trafen sich Theseus und Ariadne, auf Kreta sind Daedalus und Ikarus gestartet…
Obwohl Griechenland heute insgesamt wegen der wirtschaftlichen und finanziellen Situation in den Fokus gelangt ist und Kreta seit der Schließung der Balkanroute einer der Anlaufpunkte von Flüchtlingen geworden ist, die von hier aus versuchen nach Süditalien zu gelangen, steht die Insel bei den eingeschworenen und treuen Griechenland-Urlaubern auch zu Recht weiterhin hoch im Kurs.

Und ein Urlaub auf Kreta lässt auch heute keine Wünsche offen: Egal ob Aktiv-, Erholungs- oder Kultururlaub – auf Kreta sind für jeden Urlauber ganzjährig die interessantesten Angebote verfügbar.

Erholung an lange Strände und das Erlebnis tiefer Schluchten

Für den perfekten Urlaub ist es gut zu wissen, dass Kreta und Zypern die sonnenreichsten Inseln im Mittelmeer sind, wenn es hier an rund 300 Tagen „Sonnenschein satt“ gibt, wobei es in den Sommermonaten auf Kreta richtig heiß und sehr trocken werden kann. Extrem hohe Temperaturen werden dann normalerweise an der Südküste gemessen. Die Winter sind oft regenreich, verbunden mit einem milden Klima. In den bergigen Regionen Kretas kann es dann sehr kalt werden, oft mit heftigen Schneefällen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Straßen wegen eines Schneefalls gesperrt sind. Auf den hohen Gipfeln von Mount Ida und Lefka Ori (Weiße Berge) liegt Schnee bis Ende Juli.

Somit bietet Kreta meteorologisch und klimatisch beste Voraussetzungen für einen Urlaubsaufenthalt, der allen Ansprüchen gerecht wird: Überall auf der Insel gibt es wunderschöne Badestrände, von denen sich einer der bekanntesten Strände im Nordosten befindet: Vai verfügt über einen für Europa äußerst seltenen Palmenstrand, so dass man sich hier in Verbindung mit dem türkisblauen Meer wie in Asien oder wie in der Karibik fühlen kann.

Auch der Strand von Elafonissi, einer sehr kleinen Insel am südwestlichen Zipfel Kretas, bietet karibisches Flair, schönes Wetter, ungetrübten Badespaß und Ruhe und ist doch gleichzeitig ein beliebtes Ausflugsziel bei Kreta-Urlaubern. Die kleine Insel, die man nur bei ruhigem Wetter erreichen kann, ist durch eine schmale Sandbank mit Kreta verbunden. Der tolle, feinsandige Strand von Elafonissi, an den sich unmittelbar ein Tamariskenwald anschließt, ist durch kleine Muschelteile und Korallenstaub rosa gefärbt.

Von den vielen Stränden der Insel, die wohl alle eine „lobende Erwähnung“ verdient hätten, was hier aus Platzgründen leider nicht möglich ist, sollen auch die Strände in der Nähe der Kreisstadt Agios Nikolaos, die sich zu einem bedeutenden Touristenort entwickelt hat, nicht unerwähnt bleiben. Von Heraklion ca. 70 km entfernt und nach einer knappen Stunde erreichbar, befinden sich hier die sehr seichten und geschützt liegenden und daher bestens für Familien geeigneten Kiesstrände von Elounda in westlicher Richtung oder die berühmte Sandbucht von Kalo Chorio (Istron) in östlicher Richtung von Agios Nikolaos.

Aber Kreta hat mehr als belebte Strände und verträumte Badebuchten zu bieten: Die Insel zeichnet sich auch durch eine außergewöhnliche Natur aus, denn das Landesinnere ist sehr gebirgig und wird durch Schluchten und Höhlen zerfurcht. So führt z.B. von dem Küstenort Malia, dem angesagten Partyort auf Kreta, der insbesondere bei jungen Leuten für Urlaubsinhalte mit Saufen, Sex und Strand steht, eine lange Straße, über einen 900 Meter hohen Pass, zur Lassithi-Hochebene. Hier gibt es einige wenige Dörfer und die Landschaft wird von vielen Windrädern geprägt. Empfehlenswert ist ein Besuch der Tropfsteinhöhle Dikteo Andro in der Nähe des Dorfes Psichro oder Psychro in ca. 1200 Meter über dem Meer, in der nach der griechischen Mythologie der Götter-Vater geboren sein soll.

Aber das bergige Landesinnere mit seinen zahlreichen tiefen Schluchten ist auch bei Wanderern sehr beliebt. Ein unvergessliches Erlebnis bietet z.B. die 18 Kilometer lange Samaria- Schlucht südlich von Chania. Wer sie vollständig durchwandern möchte, braucht eine gute Kondition: Die Wanderung beginnt bei Xyloskalo auf einer Höhe von 1230 Meter, dem nördlichen Einstieg in den „Grand Canyon“ Kretas und verläuft im Sommer durch ein vollständig ausgetrocknetes Flussbett, wobei die umgebenden Felswände bis zu 600 Meter senkrecht in die Höhe ragen. Der Wanderweg durch die Schlucht ist übrigens nur von Anfang Mai bis Ende Oktober geöffnet!
In der näheren Umgebung von Chania befinden sich noch die Georgitiko-Schlucht, die Diktamos-Schlucht und die Therisano-Schlucht. Letztere ist besonders bei Mountainbikern beliebt sehr beliebt.

Begegnung mit antiken Hochkulturen und Geschichte

Generell bietet ein Griechenland- Urlaub immer eine Begegnung mit der Kultur. Da macht auch Kreta k eine Ausnahme. Hier haben sich in den vergangenen Jahrtausenden unzählige antike Hochkulturen niedergelassen, deren Hinterlassenschaften noch heute eine einzigartige Kulturlandschaft ausmachen. Neben den Griechen und den Römern waren es vor allem die Minoer gewesen, die die früheste europäische Hochkultur begründeten: Wilde Stiere, schöne Frauen und eine geheimnisvolle Schrift – das antike Volk der Minoer auf Kreta gibt den Wissenschaftlern heute noch immer Rätsel auf. Ein Besuch der großen Palastanlage von Knossos gehört daher zu einem Kreta Urlaub. Ein großer Teil der Ausgrabung steht Besuchern offen und vermittelt ein anschauliches Bild von vergangener Pracht.

Im Archäologischen Nationalmuseum von Iraklio (Hiraklion) befinden sich zahlreiche farbenfrohe Wandmalereien, die in Knossos gefunden wurden. Der Museumbesuch lässt sich sehr gut mit einem Bummel durch die Altstadt verbinden, die mit vielen Zeugnissen aus venezianischer Zeit punkten kann. Im Hafen befindet sich die Festungsanlage Koules, die über 500 Jahre lang die Stadt vor Angreifern geschützt hat und heute ein markantes Wahrzeichen der Stadt ist.

Die im Hafen liegenden kleinen Fischerboote sind übrigens mit der Festung im Hintergrund immer ein beliebtes Fotomotiv.

In dem bereits erwähnten bekannten und „belebten“ Badeort Malia, nur etwa 30 km östlich von Iraklio, befindet sich der Palast von Malia, eine weitere große minoische Palastanlage. Dabei handelt es sich neben Knossos, Phaistos und Kato Zakros um die die größte Palastanlage auf Kreta, die auch fußläufig gut vom Strand erreichbar ist.

Sehenswert und für einen Besuch zu empfehlen ist auch Rethymno, die Hafenstadt im Norden. Sie ist nach Iraklio und Chania die drittgrößte Stadt der Insel und hat eine wunderschöne Altstadt, die man insbesondere in den kleinen Gassen entdecken kann. Donnerstags ist hier Markttag, Obst und Gemüse werden frisch und sehr günstig angeboten und natürlich gibt es hier auch die obligatorischen Souvenirs für die Touristen.
Zur jüngeren Geschichte Kretas gehört auch der Ort Souda, der knapp 6,5 Kilometer östlich des Zentrums von Chania liegt und heute Anlegeplatz für die Fähren von Piräus ist.
Bei der Luftlandeschlacht um Kreta („Unternehmen Merkur“) vom 20. Mai bis zum 1. Juni 1941 war Souda eines der wichtigsten Angriffsziele. Am Ufer der Bucht auf der Landbrücke zur Akrotiri Halbinsel befindet sich heute der Souda Bay War Cemetry (Kriegsgräberstätte in der Souda-Bucht) mit Gräbern von überwiegend englischen, neuseeländischen und australischen Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg
Zur Geschichte Kretas gehört aber, begünstigt durch das mediterrane Klima, auch der erfolgreiche Anbau von Oliven, von Zitrusfrüchten und Gemüse und …Wein.

Und um Wein dreht sich alles in der „Manousakis Winery“, Chania. Hier wurden auf einer Höhe von 350 Metern im Jahr 1993 die ersten Reben auf 2 Hektar gepflanzt und seither ist die „Manousakis Winery“, ein malerisches Weingut mit Tischen unter Weinreben, die für Schatten sorgen, eigentlich eine feste Adresse für einen Kreta-Urlaub.

Zum Verkauf der sehr ausgewogenen Weine wird hier zu einem supergünstigen Preis neben der Weinverkostung und einem leichten Essen eine kurze und interessante Einführung zu den Weinen angeboten. Von Chania aus kann man zum Dorf Vatolakkos bequem den öffentlichen Bus nehmen und erreicht nach einem kurzen Spaziergang die Straße hinauf das Weingut.

Die Insel Kreta erkunden

Um die Insel individuell zu erkunden und auch Plätze im Hinterland und an der Küste zu erreichen, die von öffentlichen Verkehrsmitteln nicht angefahren werden, lohnt es sich, für einige Tage einen Mietwagen zu nehmen.

 
Gleich vorweg: Die Straßen auf Kreta sind sehr gut und sicher zu befahren. Aber: Kreta ist eine bergige Insel und das Autofahren im Landesinneren kann zu einem großen Genuss werden, da sich hier oft spektakuläre Aussichten bieten. Gleichzeitig können aber Steigungen und Gefälle und kurvenreiche Straßen durchaus Reisekrankheit verursachen. Wenn man mit kleinen Kindern unterwegs ist, sollte man ausreichend viele Pausen einlegen und sich für das Erreichen des Ziels ausreichend Zeit lassen.

Von der wunderschönen Lagune von Balos ganz im Nordwesten bis nach Sitia im Nordosten kann man auf einer gut ausgebauten Küstenstraße entspannt und ohne viele Schotterpisten unterwegs sein. Beim Durchqueren der Insel von Westen nach Osten benötigt man etwa 5 Stunden. Von Norden nach Süden dagegen braucht man jedoch nur 90 Minuten – Kreta ist eben nicht rund! Wenn man über die relativ gut ausgebauten Küstenstraßen fährt oder die Insel von Norden nach Süden durchquert und dabei durch die Schleierwolken fährt, wird man in vielen kleinen Orten Hinweisschilder auf alte Klöster finden, die heute meistens griechisch-orthodox sind, oftmals jedoch byzantinische Ursprünge haben. Sehenswert sind hier oft die Wandmalereien und die alten Ikonen.

Gerade in den Sommermonaten bietet der kleine Gebetsraum in den meist nicht verschlossenen Kirchen angenehme Kühle, Ruhe und Muße für Besinnung.

Und wenn man dann zu dem Schluss kommt, dass die Insel Kreta und ihre überaus gastfreundlichen Menschen den Urlaub allemal wert waren, dann haben vielleicht auch diese wenigen Anregungen und Hinweise ihren Zweck erfüllt.