Winterflucht nach Teneriffa

Winterflucht nach Teneriffa

Immer mehr Menschen, insbesondere ältere Leute, finden Gefallen daran, die Winterwochen oder sogar Monate nicht in der Heimat zu verbringen, wo die Tage kurz und die Nächte lang sind, die Sonne weniger oder oft auch gar nicht zu sehen ist. Mit einem Wetter, das vielmals weder dem echten Winterwetter noch einem Frühlingswetter gerecht wird, was einfach grau, schmuddelig, kalt und als unsympathisch empfunden wird.

 

Da locken zum Beispiel die Kanaren

Je nach Abflugort in vier bis fünf Stunden zu erreichen sind die insgesamt 7 größeren Inseln (Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote, Teneriffa, La Palma, La Gomeraund ElHierro) oder, wie sie auch genannt werden „Die glücklichen Inseln“ Reiseziel Teneriffa –Der Grüne Garten im Atlantik
Sicher gehen die Meinungen der „eingefleischten“ Gäste der Kanaren weit darüber auseinander, welche die „richtige“ der Inseln für den Urlaub ist. Eine Entscheidung dazu ist nicht ganz einfach, denn jede der kanarische Insel hat ihre eigenen Reize, so z.B. Lanzarote mit einer relativ kargen Landschaft, weißen Häuser und dem Papageienstrand im Süden der Vulkaninsel – Erholung „satt“ fürNaturfreunde und alle, die statt Trubel lieber die Ruhe mögen. Oder diegrünen Lorbeer- und Kiefernwälder und ausgedehnte Wandermöglichkeiten zu traumhaften Zielen auf La Palma (aber: regenreich in den Wintermonaten). Vielleicht doch lieber das Paradies zum Baden, Surfen und für den Wassersport im türkisblaue Meer auf Fuerteventura. Möglich auch der Urlaub an ausgedehnten Stränden, tagsüber zum Relaxen und abends mit vielfältigen Möglichkeiten für Partys, das Nachtleben und Shopping auf Gran Canaria…

Von allem etwas,und davon nach eigener Erfahrung noch etwas mehr, bietet jedoch Teneriffa, die Größte der Kanarischen Inseln.
Bereits beim Anflug auf die Insel ist die Bergkette zu erkennen, die die Insel durchzieht und in deren Zentrum sich der beeindruckende, 3718 Meter hohe Vulkan Teide mit seinem riesigen Krater befindet. Der Teide ist nicht nur der höchste Berg Spaniens, sondern zugleich auch die höchste Erhebung im gesamten Atlantischen Ozean.
Insbesondere die geografische Gegebenheit der praktischen Trennung der Insel durch das Gebirgsmassiv des ParqueNacional del Teide ist dafür verantwortlich, dass auf der Insel zwei völlig verschiedene Klimata vorherrschen: Der Sonnengarantie im Süden steht ein deutlich milderes Klima im Norden gegenüber. Beim Umrunden der Insel glaubt man nach nur wenigen Kilometern, eine ganz andere Welt betreten zu haben.Im Zusammenspiel des Niederschlags mit bisweilen sogar extremen Temperaturen finden Flora und Fauna äußerst vorteilhafte Klimabedingungen auf Teneriffa vor. Hier werden im Dezember fünf bis sieben Sonnenstunden täglich gemessen, die sich im Juni auf acht bis elf Sonnenstunden fast verdoppeln. Die Tages-Temperatur der Luft liegt im Januar und Februar statistisch bei 19 bis 20 Grad Celsius im Norden und 21 bis 22 Grad im Süden. Die statistische Tages-Höchsttemperatur auf Teneriffa beträgt zwischen Juli und September 24 bis 26 Grad im Norden und 28 bis 30 Grad im Süden.

Teneriffa – die „Insel des ewigen Frühlings“
Reiseveranstalter locken mit diesem Slogan und verweisen auf mehr als 350 Sonnentage im Jahr und Temperaturen bis zu 35 Grad und einem subtropischen Klima. Allerdings heißt das Versprechen der zahlreichen Sonnentage keineswegs, dass man auf Teneriffa nicht auch Starkregen kennt. Doch während es sich in Nordeuropa meist über mehrere Tage regelrecht „zuzieht“, kann auf Teneriffa auf einen heftigen Regenfall bereits nach wenigen Stunden wieder perfektes Strandwetter herrschen.
Insbesondere das milde Klimaund die nur 140 km entfernte westafrikanische Küste ist verantwortlich für eine mannigfaltige Vegetation, die auf den fruchtbaren beiden Seiten der Bergkettebedeutende Bananen- und Tomaten-Kulturen gedeihen lässt. Es finden sich hier u.aschattenspendende Lorbeer- und Kieferwälder (Kanarische Kiefer), Ginster, Wacholder, große Gummibäume, Pfefferbäume mit ihrer rosafarbenen Pfeffer, Palmen in allen verschiedenen Varianten (laut aktuellen Schätzungen zufolge gibt es ca. 200 verschiedene Gattungen mit ca. 2600 Arten), Oleander und Strelitzien als Hecken und Umzäunungen, Kakteen in reichlicher Vielfalt, Blumen in leuchtenden Farben

Ausflugsmöglichkeiten – noch und noch
Egal, wo man seinen Aufenthalt auf Teneriffa bucht, ob im Norden z.B. in Puerto de la Cruz, dem meistbesuchten Ort der Insel und zugleich einem der das ganze Jahr über meistbesuchten spanischen Städte mit dendramatischen Steilküsten und der schwarzsandigen Costa Martianez oder im Süden an den weiten, weißsandigen Stränden u.a. von Playa de las Americas und Los Cristianos – zu sehen und zu erkunden gibt es hier unendlich viel, wovon aus Platzgründen nur einiges genannt werden kann.

Da wäre zunächst ein Besuch im Loro Park in Puerto de la Cruz. Dieser berühmte Park im Herzen der Stadt wurde 1972 als ein reiner Papageienpark gegründet und ist heute auf einer Fläche von ca.135.000 Quadratmetern eine Mischung aus Tierpark und Freizeitanlage und zugleich Heimstatt für Papageien, Haie, Tiger, Orcas, Delfine,Alligatoren, Seelöwen, Gorillas und vieles mehr und beherbergt den größten Pinguinpark der Welt. Außerdem befindet sich hier mit über 4000 Papageien eine Zuchtanlage, die zur Vermehrung und Erhaltung die schönen Tiere ihren Beitrag leistet. Show-Veranstaltungen mit Delfinen, Orcas und Seelöwen runden das Besucherprogramm ab.

Ebenfalls empfehlenswert ist ein Ausflug in das alte Fischerdorf Los Gigantes, einem Ortsteil der Gemeinde Santiago del Teide, im Westen von Teneriffa gelegen.
Von hier werden Bootsausflüge zu den Felsen, Tauchtouren und Hochseeangeln angeboten. Von See aus wird außerdem ein imposanter Ausblick auf die namensgebenden Felsstürze Acantilados de los Gigantesgeboten, die bis zu 450 Meter in das Meer hinabfallen.

Fast ein „Muss“ für einen Aufenthalt auf Teneriffa ist der Besuch desPico del Teide, des Vulkans, der bereits beim Anflug auf die Insel zu sehen war. Zwar gilt es hier, wegen der Ausweisung des gesamten Gebietes als Nationalpark, einige Regelungen zu beachten. Das Teide- Massiv und der Teide-Nationalpark sind aber aus allen Richtungen über gut ausgebaute Straßen erreichbar.Für den Ausflughierher sollte man als Besucher ruhig einen ganzen Tag einplanen, auch wenn mankeine größeren Wanderungen im Teide- Massiv plant. Allein der Besuch der vielen Aussichtspunkte sowie kurze Erkundungen, die nur zu Fuß möglich sind, nehmen sehr viel Zeit in Anspruch, wenn man die interessantesten Punkte auf der Strecke näher betrachten und fotografieren möchte und eine Pause für das Mittagessen in einem der Restaurants im Nationalpark einplant. Der Ausflug in den Teide-Nationalpark sollte daher möglichst früh am Morgen beginnen.

Auf einer Inselrundfahrt sollte auch der Ort Icod de los Vinos (frei übersetzt “Schöner Ort des Weines”) besucht werden. Und das natürlich nicht nur wegen des Weines (Achtung: Der spanische Bußgeldkatalog sieht eine Promillegrenze von 0,5 vor, deren Überschreitung sofort mit saftigen 500 Euro beginnt). In dem etwa 15 km von Puerto de la Cruz liegende Ort befindet sich der Park Andres de Lorenzo Caceres und in diesem Park eine weitere Sehenswürdigkeit der Insel: Den inselältesten Drachenbaum (Dracaenadraco). Vor einiger Zeit hieß es noch, er sei 3.000 Jahre alt, was man aber inzwischen auf 400 Jahre korrigiert hat und trotzdem ein stolzes Alter ist.

Sehenswert und immer für einen Ausflug gut ist auch der Süden der Insel. Hier verbringen die meisten Teneriffa-Besucher ihren Urlaub, befinden sich doch hier die großen Touristenzentren mit unzähligenHotelanlagen, Unterhaltungs- und Aktivitätsmöglichkeiten, Discotheken, Einkaufszentren und Themenparks. Aufgrund der zahlreichen Sonnenstunden und der eher seltenen Niederschlägen ist der Süden recht karg und trocken. Die Südküste zieht daher vor allem Sonnenanbeter und Wassersportler an. Teneriffas Süden besticht durch wunderschöne Sandstrände, die sich an der gesamten Südküste entlang erstrecken und für Wassersportler einiges zu bieten haben.

Ganz selbstverständlich gehört auch ein Besuch der Inselhauptstadt, Santa Cruz de Tenerife, mit in das Ausflugsprogramm. Hier hat Teneriffa seit 2003 ein weiteres Wahrzeichen – das Auditorium(Auditorio de Tenerife) Es wird als Kongress- und Konzerthalle genutzt und springt mir seiner futuristischen Architektur, die ein wenig an das Opernhaus in Sydney erinnert, sofort ins Auge. Wer dem europäischen Winter entflieht und im Januar oder Februar auf Teneriffa Urlaub macht, kommt in den Genuss, das Musikfestival „Música de Canarias“ besuchen zu können. Jedes Jahr im Januar und Februar finden auch im Auditorium von Teneriffa Musikveranstaltungen im Rahmen des Festivals statt. Außerdem beherbergt das Auditorium das „OrquestaSinfónica“ de Tenerife, eines der erfolgreichsten spanischen Symphonieorchester. Der große Saal des Auditoriums bietet übrigens über 1600 Zuschauern Platz nehmen, um u.a. auch denKlängen der berühmten eigenen Orgel zu lauschen.

Und noch ein Tipp für die „Winterflüchtlinge“, die es jetzt auf die Insel zieht:Jedes Jahr zwischen Januar und März findet der Teneriffa Karneval, nach dem Karneval in Rio der zweitgrößte Karneval der Welt, in der Inselhauptstadt, direkt in Santa Cruz de Tenerife als Karnevalshochburg und parallel dazu, mit nicht weniger Begeisterung und quer durch die ganze Bevölkerung, in vielen Dörfern der Insel statt. Die zweite Karnevalshochburg bildet Puerto de la Cruz.
Die Vorbereitungen auf dieses Fest der Lebensfreude und Lebenslust dauern Monate und jährlich findet dieses Spektakel unter einem anderen Motto statt. Das Schmücken der Festwagen ist sehr aufwändig, mit viel Glitzer und Federn werden die tollsten Projekte gezaubert.

Der Tipp: Sonne im Süden statt Schmuddelwetter in Deutschland – Ab nach Teneriffa!